
Der Neokatechumenale Weg ist im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils in den 60-er Jahren in Madrid entstanden. Im Zentrum dieses „Itinerariums katholischer Formung“ steht die Wiederentdeckung bzw. Vertiefung der Taufgnade.
Nach einer vorausgegangenen Katechesenreihe bildet sich in einer Pfarrei eine kleine Gemeinschaft unterschiedlicher, meist getaufter Personen, die sich über mehrere Jahre wöchentlich zum Hören des Wortes Gottes und zur Eucharistiefeier treffen und einzelne Etappen der Tauferneuerung nach dem Vorbild des Taufkatechumenats nachvollziehen. Ziel ist es, „die Gläubigen stufenweise zur Intimität mit Jesus Christus zu führen und sie zu aktiven Gliedern in der Kirche und glaubwürdigen Zeugen der Guten Nachricht zu machen“ (aus dem Approbations-Dekret).
Der Neokatechumenale Weg wurde 2008 mit einem Statut kirchenrechtlich anerkannt als „Instrument im Dienst der Bischöfe zur Wiederentdeckung der christlichen Initiation seitens getaufter Erwachsener“ (Statut, Art. 5). In Deutschland gibt es neben ca. 100 Neokatechumenalen Gemeinschaften auch zwei diözesane missionarische Priesterseminare in den Erzdiözesen Berlin und Köln sowie zahlreiche Jugendangebote und missionarische Initiativen, wie die „Familien in Mission“ und die „Missio ad gentes“.