Die Bewegung Comunione e Liberazione (CL) gründet auf der Erfahrung, dass das suchende menschliche Herz in Jesus Christus – dem Mensch gewordenen Gott – eine einzigartige Entsprechung findet. Diese Entdeckung vertieft sich in der Nachfolge Christi in der Gemeinschaft der Kirche, in der Mensch einen geführten Weg der Hingabe, der Gemeinschaft und der Befreiung geht. Der Mensch weiß sich berufen, am Werk Gottes in der Geschichte mitzuwirken: nicht, weil er perfekt wäre, sondern weil er seine Dankbarkeit in der Kultur, der Mission und der Caritas zum Ausdruck bringen möchte.
Angefangen hat das Leben der Gemeinschaft durch das Wirken des Priesters Don Luigi Giussani (1922-2005), der ab 1954 Religion am Berchet-Gymnasium in Mailand unterrichtete. Bald sammelten sich um ihn Schüler, für die der Glaube alle Aspekte des Lebens (von den Schulfächern bis zur Politik, vom affektiven Leben bis zur Kunst) zu würdigen und kreativ zu gestalten wusste. Aus dem Wunsch, diese Erfahrung mitzuteilen, entstanden zahlreiche missionarische und caritative Initiativen und Werke.
Aus der Schüler- und Studentenbewegung wurde die CL-Bewegung, zu der Jugendliche und Familien, Priester und gottgeweihte Laien gehören. Die größeren oder kleineren Gemeinschaften, die es inzwischen in Deutschland und vielen Länder der Welt gibt, sind Orte einer Freundschaft, die Don Giussani 1978 in Rom auf den Punkt brachte. „Der wahre Protagonist der Geschichte ist der Bettler: Christus, der um das Herz des Menschen bettelt, und das Herz des Menschen, das um Christus bettelt.“
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